Physikalische Therapie > Manuelle Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage:

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine vom dänischen Masseur Dr. phil. Emil Vodder (1896 – 1986) entwickelte Therapiemethode, deren Grundlage die mechanische Manipulation der Lymphgefäße durch die Hand des Therapeuten ist. Die Griffe basieren auf den von Vodder entwickelten Grundgriffen und sind selbstverständlich den zwischenzeitlichen Erkenntnissen der Anatomie und Physiologie des Lymphsystems angepasst bzw. modifiziert worden. Neben dem Erlernen dieser Grifftechnik und deren Modifikationen ist natürlich die Verbindung dieser Grifftechnik und ihre Wirkung auf das LGS mit den aktuellen Kenntnissen der lymphologischen Medizin, speziell mit der Anatomie, der Physiologie und der Pathophysiologie von zentraler Bedeutung der Ausbildung.

Spezielle Grifftechnik der ML:

Die spezielle Grifftechnik der ML hat zwei Hauptwirkungen auf das Lymphgefäßsystem:

  1. Die Verbesserung der Lymphbildung - damit meinen wir die Aufnahme von interstitieller, lymphpflichtiger Last aus dem Interstitium ins initiale Lymphgefäß (Lymphkapillare).
  2. Die Steigerung der Lymphangiomotorik - durch die ML wird sowohl die Frequenz als auch die Amplitude der Lymphangiomotorik erhöht, d.h. die mechanische Manipulation der speziellen Griffe führt zu einer Steigerung des Lymphzeitvolumens und somit zu einem schnelleren Abtransport der lymphpflichtigen Lasten zurück in den Blutkreislauf.

Indikationen:

  • Lymhödemen (primäre und sekundäre Formen)
  • Lipödem (und Kombinationsformen z.B. Lipo-Lymphödem ect.)
  • phlebo-lymostatische Ödeme
  • posttraumatische und postoperative Ödeme
  • bei kosmetische, sportlichen oder pflegerischen Anwendungsgebieten

Anwendungsdauer:

  • MLD 30 Min.
  • MLD 45 Min.
  • MLD 60 Min.
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